Spielstätten

Wolfgang Grossmann (Gast)

Grossmann wurde in Dresden als Sohn eines Lehrerehepaars geboren.[1] Dort besuchte er auch die Schule bis zum Abitur. Nach dem Grundwehrdienst in Berlin, wo er glücklicherweise für ein NVA-Amateurkabarett und in einer Armee-Tanzkapelle am Schlagzeug saß, studierte er in Leipzig Journalistik[2]. An der Karl-Marx-Universität wirkte er im Poetischen Theater Louis Fürnberg mit und beschloss, nach dem Diplom nicht Journalist zu sein, sondern Schauspieler zu werden. Zunächst arbeitete er deshalb in der Öffentlichkeitsarbeit am Dresdner Theater der Jungen Generation, er leitete dort u. a. einen ambitionierten Jugendklub, der sich hauptsächlich an Kunst, Musik und unangepasster Lebensweise orientierte. 1979 bis zur Auflösung 1983, war er Schlagzeuger der Band Zwitschermaschine, die 1983 gemeinsam mit der Punk-Band Schleimkeim illegal die LP DDR von unten in Westberlin veröffentlichte. Parallel zum Schauspieler-Engagement 1982 bis 1984 am Thomas-Müntzer-Theater Eisleben und 1984 bis 1986 am Theater Anklam besuchte er die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

1986 reiste er zu einer Verwandten zum Geburtstag nach Pinneberg und blieb in Westdeutschland.[3] Nach einem Zwischenstopp in Westberlin war er von 1987 bis 1989 an den Städtischen Bühnen Osnabrück engagiert. 1989/90 lebte er in München. 1990 bis 1995 gehörte er zum Schauspielensemble des Staatstheaters Braunschweig. Seit 1995 ist er freischaffend und selbständig als Schauspieler bis 2000 in Köln, dann auch in Dresden und seit 2006 wieder hauptsächlich in Berlin tätig. Zum ersten Mal war er 1997 in einer Folge der Fernsehserie Lindenstraße zu sehen. Er spielte in zwei Folgen der Serie Familie Heinz Becker mit: 1998 als Autoverkäufer Schäter und 2001 als Polizeimeister Lang. Dazu hatte er eine Rolle im Heinz Becker-Film Tach, Herr Dokter!. Es folgten weitere Auftritte in Serien wie Die Motorrad-Cops: Hart am Limit, Verbotene Liebe und Der Pfundskerl. Weitere Rollen in Filmen waren 2004 in Günter Meyers, mit dem Fox Kids-Award in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ ausgezeichneter Film Der Dolch des Batu Khan, 2007 in Blindflug, 2008 in Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat , 2010 in Im Angesicht des Verbrechens und in Don 2 – The King Is Back, 2011 in Der Turm und 2012 in Sein letztes Rennen. Nach einem Schlaganfall seines Vaters pflegte er diesen fünf Jahre lang.[4]

Außerdem spielte er 2011 bei den Zwingerfestspielen in Dresden unter der Regie von Dieter Wedel und 2012 sowie 2013 bei den Ostseefestpielen in Greifswald. Grossmann ist neben seinem schauspielerischen Wirken, auch freiberuflich als Journalist, Fotograf und DJ tätig. Er war zweimal verheiratet und lebt in Berlin.[1]

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